Windows-Diagnose-Leitfaden

Windows Zuverlässigkeitsmonitor:
Zuverlässigkeitsverlauf erklärt

Die vollständige Anleitung zur Nutzung und Analyse des Systemstabilitätsmonitors unter Windows 10 und Windows 11 — diagnostizieren Sie Abstürze, Anwendungsfehler und Hardwareausfälle wie ein Profi.

⊞ Windows 10 ⊞ Windows 11 🛠 Integriertes Tool ⏱ 10 Min. Lesezeit 🆓 Kein Download nötig

Was ist der Windows Zuverlässigkeitsmonitor in Windows 10 und 11?

Der Windows Zuverlässigkeitsmonitor (offiziell als Zuverlässigkeitsverlauf bezeichnet) ist ein integriertes Diagnosetool in Windows 10 und Windows 11. Es liefert eine chronologische, visuelle Zeitachse von Systemstabilitätsereignissen — darunter Anwendungsabstürze, Hardwareausfälle, Windows-Updates, Softwareinstallationen und unerwartete Systemabschaltungen — übersichtlich an einem Ort.

Im Gegensatz zur Ereignisanzeige, die technische Rohprotokolle anzeigt, die schnell überwältigend wirken können, wurde der Zuverlässigkeitsmonitor für alltägliche Benutzer konzipiert. Er vergibt täglich einen Stabilitätsindex auf einer Skala von 1 bis 10, der auf einen Blick zeigt, wie stabil das System in den vergangenen Wochen gelaufen ist.

ℹ️
Wissenswertes Der Zuverlässigkeitsmonitor ist seit Windows Vista Bestandteil des Betriebssystems. Die angezeigten Daten stammen vom Dienst Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI) und werden im Ordner %ProgramData%\Microsoft\Windows\ReliabilityAnalysisComponent gespeichert.

Das Tool ist besonders wertvoll, wenn der Computer anfängt, sich unzuverlässig zu verhalten — einfriert, abstürzt oder den Bluescreen des Todes (BSOD) anzeigt — und Sie nicht wissen, wo Sie mit der Diagnose beginnen sollen. Der Zuverlässigkeitsmonitor ermöglicht es Ihnen, einen Absturz sofort mit einer kürzlich erfolgten Softwareinstallation oder einem Windows-Update in Verbindung zu bringen.

So Öffnen Sie den Zuverlässigkeitsmonitor in Windows 10 und 11

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Zuverlässigkeitsmonitor zu starten. Wählen Sie die für Sie passendste Methode:

🔍 Methode 1 — Suchleiste (am schnellsten)

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Start oder drücken Sie die Windows-Taste.
  2. Geben Sie Zuverlässigkeit oder Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen in die Suchleiste ein.
  3. Klicken Sie auf das Ergebnis „Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen", das oben erscheint.

⚙️ Methode 2 — Systemsteuerung

  1. Öffnen Sie die Systemsteuerung (suchen Sie danach oder drücken Sie Win + R und geben Sie control ein).
  2. Navigieren Sie zu System und Sicherheit → Sicherheit und Wartung.
  3. Klappen Sie den Abschnitt Wartung durch einen Klick auf.
  4. Klicken Sie im unteren Teil des Abschnitts auf „Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen".

💻 Methode 3 — Ausführen-Dialog

  1. Drücken Sie Win + R, um den Ausführen-Dialog zu öffnen.
  2. Geben Sie perfmon /rel ein und drücken Sie Enter.

🖥️ Methode 4 — Systemmonitor

  1. Drücken Sie Win + R, geben Sie perfmon ein und drücken Sie Enter.
  2. Erweitern Sie im linken Bereich Berichte → System.
  3. Klicken Sie auf „Systemstabilitätsmonitor".
⚠️
Wichtiger Hinweis Falls der Zuverlässigkeitsmonitor keine Daten anzeigt oder „Zuverlässigkeit für diesen Zeitraum wird berechnet" meldet, ist der geplante Task RacTask möglicherweise deaktiviert. Aktivieren Sie ihn erneut in der Aufgabenplanung unter Microsoft → Windows → RAC.

Die Benutzeroberfläche des Zuverlässigkeitsmonitors Verstehen

Nach dem Öffnen zeigt der Zuverlässigkeitsmonitor ein übersichtliches Zeitachsendiagramm. Im Folgenden wird erklärt, was jeder Teil der Oberfläche bedeutet:

📊 Beispiel-Zeitachse des Stabilitätsindex (30-Tage-Ansicht)
8,2
W1
7,9
W2
7,2
W3
3,5
W4
5,5
W5
6,8
W6
7,7
W7
8,5
W8
Stabil (7–10)
Mäßig (4–6,9)
Instabil (1–3,9)

📐 Wichtigste Elemente der Benutzeroberfläche

Element Beschreibung Interaktion
Diagrammbereich Zeitachse des Stabilitätsindex nach Tagen oder Wochen Klicken Sie auf eine Spalte, um die Ereignisse dieses Tages zu sehen
Umschalter Tage / Wochen Wechselt zwischen der täglichen und wöchentlichen Ansicht Klicken Sie oberhalb des Diagramms auf „Tage" oder „Wochen"
Ereigniszeilen Zeilen für kritische Ereignisse, Warnungen und Informationen An Tagen mit Ereignissen erscheinen entsprechende Symbole
Detailbereich Zeigt die spezifischen Ereignisse des ausgewählten Datums Klicken Sie auf einen Eintrag, um alle Details zu sehen
Zuverlässigkeitsverlauf speichern Exportiert einen XML-Bericht aller Stabilitätsdaten Link unten links im Fenster
Alle Problemberichte anzeigen Öffnet eine vollständige Liste aller gemeldeten Probleme Link unten links im Fenster

Den Stabilitätsindex des Windows Zuverlässigkeitsmonitors Richtig Lesen

Der Stabilitätsindex ist die zentrale Kennzahl des Zuverlässigkeitsmonitors. Es handelt sich um einen kumulativen Wert, der aus den Zuverlässigkeitsereignisdaten der letzten 28 Tage berechnet wird. Der Wert reicht von 1 (am wenigsten stabil) bis 10 (am stabilsten).

Windows verwendet einen gewichteten Abklingalgorithmus: Neuere Fehler senken den Wert stärker als ältere, und der Wert erholt sich allmählich, wenn keine neuen Fehler auftreten. Ein einzelner BSOD kann den Wert sofort um 2 bis 3 Punkte senken.

9–10: Ausgezeichnet
10
7–8,9: Gut
8
4–6,9: Ausreichend
6
1–3,9: Mangelhaft
2,8
Gut zu wissen Ein perfekter Wert von 10 ist auf einem aktiv genutzten System selten und auch nicht unbedingt das Ziel. Werte von 7 und höher weisen auf ein gut funktionierendes System ohne nennenswerte wiederkehrende Probleme hin.

Der Wert ist rein informativ und wird von Windows weder zur Drosselung der Leistung noch zum Auslösen automatischer Aktionen verwendet. Sein eigentlicher Nutzen liegt in der Trenderkennung — ein kontinuierlich sinkender Wert ist ein Warnsignal, das untersucht werden sollte.

Arten der vom Windows Zuverlässigkeitsmonitor Erfassten Ereignisse

Der Zuverlässigkeitsmonitor kategorisiert alle protokollierten Ereignisse in fünf verschiedene Typen. Das Verständnis der einzelnen Typen hilft Ihnen dabei, Prioritäten bei der Untersuchung zu setzen.

🔴
Anwendungsfehler
App-Abstürze, Einfrierungen oder Hänger. Der häufigste Ereignistyp auf typischen Systemen.
💀
Windows-Fehler
Bluescreens (BSOD), unerwartete Abschaltungen und OS-Abstürze. Höchster Schweregrad.
⚠️
Sonstige Fehler
Hardware-, Treiber- und Dienstausfälle, die nicht in die obigen Kategorien passen.
🟡
Warnungen
Nicht kritische Probleme wie fehlgeschlagene Backups oder Windows-Update-Fehler. Kein Einfluss auf den Score.
🟢
Informationsereignisse
Erfolgreiche Updates, Software-Installationen und -Deinstallationen. Hilft, Ereignisse mit Änderungen zu verknüpfen.
🔍
Diagnose-Tipp Wenn der Stabilitätswert stark abfällt, prüfen Sie zuerst die Informationsereignisse auf Softwareinstallationen oder Updates am selben Datum. Abstürze, die unmittelbar nach einem Update oder einer Installation auftreten, werden sehr wahrscheinlich durch diese Änderung verursacht.

Systemausfälle mit dem Zuverlässigkeitsmonitor Analysieren

Sobald der Zuverlässigkeitsmonitor geöffnet ist, gehen Sie nach diesem strukturierten Ansatz vor, um zu ermitteln, was die Instabilität Ihres Systems verursacht:

🔎 Schritt-für-Schritt-Analyseprozess

  1. Den Einbruch lokalisieren. Schauen Sie im Diagramm nach einem deutlichen Abfall des Stabilitätsindex. Klicken Sie auf die entsprechende Spalte, um den Tag auszuwählen.
  2. Die Ereignisliste prüfen. Lesen Sie im Detailbereich unten alle kritischen Ereignisse (rote X-Symbole) durch, die für dieses Datum aufgeführt sind.
  3. Auf „Technische Details anzeigen" klicken. Klicken Sie bei jedem Ereignis auf den Link, um eine erweiterte Ansicht mit dem Namen des fehlerhaften Moduls, dem Fehlercode und der Prozess-ID zu öffnen.
  4. Die fehlerhafte Anwendung oder das Modul notieren. Das Feld Name des fehlerhaften Moduls zeigt genau an, welche DLL oder EXE den Absturz verursacht hat — das ist Ihr wichtigster Hinweis.
  5. Mit Informationsereignissen abgleichen. Prüfen Sie, ob am selben Tag oder am Vortag des Absturzes Software installiert oder aktualisiert wurde.
  6. Den Fehler online suchen. Kopieren Sie die Problemsignatur oder den Modulnamen und suchen Sie online nach bekannten Lösungen.
  7. Nach Mustern suchen. Wenn dieselbe Anwendung über mehrere Tage hinweg wiederholt abstürzt, liegt das Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit in dieser Anwendung oder ihren Abhängigkeiten.

📋 Technische Details lesen und verstehen

Feld Bedeutung Verwendung
Fehlerhafte Anwendung Die EXE oder der Prozess, der abgestürzt ist Diese App zuerst neu installieren oder aktualisieren
Fehlerhaftes Modul Die DLL, die den Fehler tatsächlich verursacht hat Nach „fehlerhaftes Modul [Name] beheben" suchen
Ausnahmecode Absturzursache als Hexadezimalwert (z. B. 0xc0000005) Auf Microsoft Docs oder StackOverflow dekodieren
Stoppcode (BSOD) Name und Code des Bluescreen-Fehlers Direkt nach der Stoppcode-Zeichenfolge suchen
Betriebssystemversion Windows-Build-Nummer zum Zeitpunkt des Absturzes Prüfen, ob das Problem build-spezifisch ist

Zuverlässigkeitsmonitor in Windows 10 vs. Windows 11: Die wichtigsten Unterschiede

Die Kernfunktionalität des Zuverlässigkeitsmonitors ist in Windows 10 und Windows 11 identisch, da beide Versionen auf dieselbe zugrunde liegende WMI-Datenquelle zurückgreifen. Es gibt jedoch einige erwähnenswerte navigatorische und optische Unterschiede.

⊞ Windows 10 Win 10
Zugriff über Systemsteuerung → Sicherheit und Wartung
Klassischer Navigationspfad über die Systemsteuerung
Sicherheit und Wartung über das Flaggen-Symbol in der Taskleiste erreichbar
Identisches Diagramm und Ereignisverfolgung wie Windows 11
Unverändert auf Builds 1507 bis 22H2
⊞ Windows 11 Win 11
Systemsteuerung existiert noch, ist aber über die Einstellungen schwerer zu finden
Suchleiste (perfmon /rel) ist die praktischere Methode
Das Fensterdesign des Tools selbst ist unverändert
Zuverlässigkeitsdaten werden nach größeren Windows-Upgrades zurückgesetzt
Der Pfad für RacTask in der Aufgabenplanung ist gleich geblieben
💡
Tipp für Windows 11 Unter Windows 11 ist die Suchleiste oder der Shortcut Win + R → perfmon /rel stets der schnellste Weg zum Zuverlässigkeitsmonitor. Der Pfad über die Systemsteuerung funktioniert zwar noch, erfordert jedoch mehr Navigationsschritte als unter Windows 10.

Häufige Fehler im Windows Zuverlässigkeitsmonitor und ihre Behebung

🔵 Anwendungsabsturz: fehlerhaftes Modul ntdll.dll

Wenn ntdll.dll als fehlerhaftes Modul aufgeführt wird, bedeutet das fast nie, dass die Datei selbst beschädigt ist. ntdll.dll ist eine zentrale Windows-Systembibliothek — der eigentliche Verursacher ist typischerweise eine fehlerhafte Drittanbieter-DLL, die in die abstürzende Anwendung geladen wird. Häufige Lösungsansätze:

  1. Führen Sie sfc /scannow in einer erhöhten Eingabeaufforderung (als Administrator) aus, um Systemdateien zu reparieren.
  2. Aktualisieren oder reinstallieren Sie die fehlerhafte Anwendung vollständig.
  3. Deaktivieren Sie Shell-Erweiterungen von Drittanbietern mit ShellExView.
  4. Führen Sie die Windows-Speicherdiagnose aus, um RAM-Probleme auszuschließen (mdsched.exe).

💀 Windows-Fehler: BSOD DRIVER_IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL

Dies ist einer der häufigsten Bluescreens und deutet fast immer auf ein Treiberproblem hin — typischerweise beim Netzwerkadapter-, USB- oder GPU-Treiber. Lösungen:

  1. Notieren Sie den im Zuverlässigkeitsmonitor angezeigten Dateinamen des Treibers.
  2. Setzen Sie den Treiber über den Geräte-Manager zurück, falls er kürzlich aktualisiert wurde.
  3. Laden Sie den neuesten Treiber direkt von der Website des Hardwareherstellers herunter.
  4. Führen Sie den Treiber-Verifier (verifier.exe) aus, um den problematischen Treiber zu isolieren.

⚠️ Windows-Update-Fehler

Update-Fehler erscheinen als Warnungen und senken den Stabilitätsindex nicht direkt, aber ein wiederholt fehlgeschlagenes Update kann auf tiefer liegende Probleme hinweisen. Lösungen:

  1. Führen Sie die Windows Update-Problembehandlung aus: Einstellungen → System → Problembehandlung.
  2. Leeren Sie den Windows-Update-Cache, indem Sie den Dienst wuauserv stoppen und den Inhalt von C:\Windows\SoftwareDistribution\Download löschen.
  3. Führen Sie DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth in einer erhöhten Eingabeaufforderung aus.
🚨
Kritische Warnung Falls der Stabilitätsindex trotz Fehlerbehebungsversuchen länger als eine Woche unter 3 bleibt, sollten Sie einen Windows-Reset (unter Beibehaltung Ihrer Dateien) in Betracht ziehen oder den Zustand Ihrer Festplatte mit CrystalDiskInfo überprüfen, bevor es zu Datenverlust kommt.

Zuverlässigkeitsbericht von Windows Speichern und Teilen

Der Zuverlässigkeitsmonitor ermöglicht den Export aller gesammelten Stabilitätsdaten als XML-Datei. Dies ist nützlich, um den Bericht mit dem IT-Support zu teilen oder als Diagnosedokumentation aufzubewahren.

📤 So speichern Sie den Zuverlässigkeitsverlauf

  1. Öffnen Sie den Zuverlässigkeitsmonitor über eine der oben beschriebenen Methoden.
  2. Klicken Sie unten links im Fenster auf „Zuverlässigkeitsverlauf speichern".
  3. Wählen Sie einen Zielordner und einen Dateinamen und klicken Sie dann auf Speichern.
  4. Die exportierte Datei liegt im XML-Format vor und kann in jedem Browser geöffnet oder per E-Mail versandt werden.

📋 So zeigen Sie alle Problemberichte an

  1. Klicken Sie unten im Fenster des Zuverlässigkeitsmonitors auf „Alle Problemberichte anzeigen".
  2. Es öffnet sich eine vollständige Liste aller gemeldeten Probleme, gruppiert nach Anwendung.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag, um Details in die Zwischenablage zu kopieren oder online nach Lösungen zu suchen.
🔒
Datenschutzhinweis Die XML-Datei des Zuverlässigkeitsberichts enthält keinerlei persönliche Dateien oder Daten. Sie umfasst ausschließlich Anwendungsnamen, Zeitstempel, Fehlercodes und Modulnamen. Die Datei kann bedenkenlos mit dem technischen Support geteilt werden.

Einschränkungen des Windows Zuverlässigkeitsmonitors

Obwohl der Zuverlässigkeitsmonitor ein wertvolles Erstdiagnosewerkzeug ist, weist er einige nennenswerte Einschränkungen auf, die jeder Benutzer kennen sollte:

✓ Stärken

  • Keine Einrichtung nötig — in jeder Kopie von Windows 10 und 11 integriert
  • Visuelle Zeitachse erleichtert die Mustererkennung
  • Verknüpft Abstürze automatisch mit Installationen und Updates
  • Kein technisches Vorwissen für den Einstieg erforderlich
  • Exportierbare Berichte zur Weitergabe an den IT-Support
  • Arbeitet in Echtzeit — Daten werden täglich aktualisiert

✗ Schwächen

  • Daten werden nach größeren Windows-Versionsupgrades zurückgesetzt
  • Zeigt nur den detaillierten Verlauf der letzten ~28 Tage
  • Stabilitätsindex ist nicht standardisiert oder zwischen PCs vergleichbar
  • Erfasst nicht alle Arten von Hardwareausfällen (z. B. Überhitzung)
  • Erfordert, dass der geplante Task RacTask aktiv ist
  • Weniger detailliert als die Ereignisanzeige für die erweiterte Fehlersuche

Alternative Diagnosetools zur Ergänzung des Zuverlässigkeitsmonitors

Für eine tiefergehende Untersuchung über den Zuverlässigkeitsmonitor hinaus sind diese ergänzenden Windows-Tools unverzichtbar:

Tool Öffnen mit Am besten geeignet für
Ereignisanzeige eventvwr.msc Rohe Protokolldaten, benutzerdefinierte Filter, Sicherheitsereignisse
Windows-Speicherdiagnose mdsched.exe RAM auf Fehler prüfen, die Abstürze verursachen
Systemmonitor perfmon.exe CPU-, RAM- und Festplatten-Leistungszähler im Zeitverlauf
Ressourcenmonitor resmon.exe Echtzeit-Ressourcenverbrauch nach Prozessen
SFC (Systemdatei-Überprüfung) sfc /scannow (Admin-Eingabeaufforderung) Beschädigte Windows-Systemdateien reparieren
DISM DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth Windows-Image vor dem Ausführen von SFC reparieren
WhoCrashed Drittanbieter-Download Leicht verständliche Analyse von BSOD-Speicherabbilddateien
CrystalDiskInfo Drittanbieter-Download Überwachung des Zustands von Festplatten und SSDs (S.M.A.R.T.)

Häufig Gestellte Fragen zum Windows Zuverlässigkeitsmonitor

Q Warum zeigt der Zuverlässigkeitsmonitor keine Daten an oder meldet „Zuverlässigkeit wird berechnet"?
Das bedeutet in der Regel, dass der geplante Task RACAgent deaktiviert ist. Öffnen Sie die Aufgabenplanung (taskschd.msc), navigieren Sie zu Aufgabenplanungsbibliothek → Microsoft → Windows → RAC und stellen Sie sicher, dass der Task RacTask aktiviert und zur Ausführung konfiguriert ist. Nach der Reaktivierung beginnen die Daten innerhalb von 24 Stunden zu erscheinen. Beachten Sie außerdem, dass die Daten nach einem größeren Windows-Feature-Update zurückgesetzt werden.
Q Kann ich den Verlauf des Zuverlässigkeitsmonitors löschen oder zurücksetzen?
Es gibt keine integrierte Schaltfläche zum Löschen des Verlaufs. Sie können die Datendateien jedoch manuell aus %ProgramData%\Microsoft\Windows\ReliabilityAnalysisComponent\StateRepository löschen. Alternativ setzt das Deaktivieren und anschließende Reaktivieren des Tasks RacTask die Datenerfassung effektiv zurück. Das Löschen des Verlaufs behebt keine zugrunde liegenden Probleme — es entfernt lediglich die historischen Aufzeichnungen.
Q Beeinflusst ein niedriger Stabilitätsindex die Leistung meines PCs?
Nein. Der Stabilitätsindex ist eine rein informative Kennzahl. Windows nutzt ihn weder zur Drosselung von Ressourcen noch zur Einschränkung von Funktionen oder zur Änderung des Systemverhaltens. Ein Wert von 1 und ein Wert von 10 werden vom Betriebssystem identisch behandelt — die Zahl existiert ausschließlich, um Ihnen einen schnellen Überblick über den Systemzustand zu verschaffen.
Q Warum zeigt der Zuverlässigkeitsmonitor Abstürze von mir unbekannten Anwendungen?
Viele Hintergrunddienste, Systemkomponenten und Software-Updater laufen still im Hintergrund und können abstürzen, ohne dass Sie es bemerken. Häufige Beispiele sind svchost.exe, MicrosoftEdgeUpdate.exe, WerFault.exe und verschiedene Antivirenkomponenten. Wenn der Anwendungsname unbekannt ist, suchen Sie ihn online — es handelt sich fast immer um einen legitimen System- oder Drittanbieter-Hintergrundprozess.
Q Was ist der Unterschied zwischen Zuverlässigkeitsmonitor und Ereignisanzeige?
Der Zuverlässigkeitsmonitor ist eine vereinfachte, visuelle Zusammenfassung, die sich speziell auf stabilitätsrelevante Ereignisse konzentriert (Abstürze, Ausfälle, Installationen). Er ist für normale Benutzer konzipiert und bietet einen schnellen Überblick. Die Ereignisanzeige erfasst eine weitaus breitere Palette von Systemereignissen — einschließlich Sicherheitsprotokollen, Dienststarts und -stopps sowie Anwendungsereignissen — im Rohformat. Für die erweiterte Fehlersuche ist die Ereignisanzeige leistungsfähiger; für einen schnellen Überblick ist der Zuverlässigkeitsmonitor deutlich benutzerfreundlicher.
Q Funktioniert der Zuverlässigkeitsmonitor nach einem Upgrade von Windows 10 auf Windows 11?
Nach einem größeren Windows-Upgrade (einschließlich des Wechsels von Windows 10 auf Windows 11) setzt der Zuverlässigkeitsmonitor seinen Verlauf zurück. Das Diagramm startet ab dem Datum des Upgrades neu. Ereignisse vor dem Upgrade werden nicht übertragen. Dies ist ein erwartetes Verhalten und kein Grund zur Sorge. Das Tool beginnt unmittelbar nach Abschluss des Upgrades, einen neuen Verlauf aufzubauen.
Q Sollte ich mir Sorgen machen, wenn der Stabilitätsindex unter 5 liegt?
Ein Wert unter 5 verdient Aufmerksamkeit, ist aber nicht immer ein Zeichen für ernsthafte Hardware- oder Betriebssystemprobleme. Eine einzelne Anwendung, die wiederholt abstürzt (z. B. ein fehlerhaftes Spiel oder ein Browser), kann den Wert erheblich senken. Prüfen Sie die spezifischen Ereignisse, die die Einbrüche verursachen — wenn sie alle von einer einzigen Anwendung stammen, kann eine Neuinstallation dieser App den Wert schnell wiederherstellen. Falls Windows-Fehler (BSODs) den niedrigen Wert verursachen, ist dringenderes Handeln erforderlich.

🎯 Die wichtigsten Erkenntnisse

Der Windows Zuverlässigkeitsmonitor ist eines der am meisten unterschätzten und dennoch genuinen nützlichen integrierten Tools in Windows 10 und Windows 11. Durch die klare visuelle Zeitachse der Systemstabilitätsereignisse können Benutzer jedes Erfahrungsniveaus schnell erkennen, was sich vor dem Auftreten eines Problems geändert hat — sei es eine Softwareinstallation, ein Windows-Update oder ein wiederkehrender Anwendungsabsturz.

Prüfen Sie den Zuverlässigkeitsmonitor für die Routine-Wartung einmal im Monat und untersuchen Sie anhaltende Einbrüche im Stabilitätsindex. Bei der aktiven Fehlersuche nach einem Absturz oder BSOD sollte er Ihr erster Anlaufpunkt sein, bevor Sie sich in die Komplexität der Ereignisanzeige vertiefen. In Kombination mit Tools wie SFC, DISM und der Windows-Speicherdiagnose bildet der Zuverlässigkeitsmonitor das Rückgrat jedes systematischen Windows-Problembehandlungs-Workflows.