Windows-Anleitung · Datenträgerpartitionen

Festplatte partitionieren in Windows 10 und Windows 11

Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufteilen einer Festplatte oder SSD in mehrere Partitionen mit integrierten Windows-Tools: Datenträgerverwaltung, DiskPart und PowerShell.

⏱ 7 Min. Lesezeit 🪟 Windows 10 🪟 Windows 11 💾 HDD / SSD / NVMe ✅ Nur integrierte Tools

Was bedeutet Partitionieren in Windows 10 und Windows 11?

Ein Laufwerk zu partitionieren bedeutet, einen physischen Datenträger in getrennte logische Bereiche aufzuteilen. Diese Bereiche heißen Partitionen oder Volumes. Jede Partition kann einen eigenen Laufwerksbuchstaben, ein eigenes Dateisystem, eine Bezeichnung und einen eigenen Zweck haben. Eine SSD kann zum Beispiel eine Systempartition C: für Windows und eine separate Datenpartition D: für Dokumente, Downloads, Spiele oder Sicherungen enthalten.

Windows 10 und Windows 11 enthalten mehrere integrierte Werkzeuge für die Arbeit mit Partitionen. Am einfachsten ist die Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc). Fortgeschrittene Benutzer können außerdem DiskPart in der Eingabeaufforderung oder Speicher-Cmdlets in PowerShell verwenden.

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Gut zu wissen Im Windows-Alltag werden die Begriffe Partition und Volume oft fast gleichbedeutend verwendet. Die Datenträgerverwaltung zeigt sie meist als Volumes an, während technische Dokumentationen häufig von Partitionen sprechen.

Warum sollte man einen Datenträger in mehrere Partitionen aufteilen?

Partitionieren ist nützlich, wenn Sie Daten getrennt von Windows organisieren, große Spiele oder Mediendateien vom Systemlaufwerk trennen, einen eigenen Bereich für Backups vorbereiten oder ein weiteres Betriebssystem installieren möchten. Außerdem kann eine Neuinstallation von Windows einfacher werden, weil persönliche Dateien auf einer anderen Partition gespeichert bleiben können.

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Bessere Organisation

Verwenden Sie separate Laufwerksbuchstaben für Windows, Dokumente, Spiele, Medien oder Arbeitsdateien.

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Sauberere Neuinstallationen

Persönliche Dateien bleiben auf einer Datenpartition, während Windows auf C: neu installiert wird.

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Flexible Speicherverwaltung

Volumes erstellen, verkleinern, erweitern, formatieren und löschen — ohne Drittanbieterprogramme.

Bevor Sie eine Festplatte partitionieren: wichtige Sicherheitsprüfungen

Das Partitionieren eines Datenträgers ist normalerweise sicher, wenn es korrekt durchgeführt wird. Fehler können jedoch Daten löschen oder Windows nicht mehr startfähig machen. Prüfen Sie daher vor Änderungen an Partitionen die folgenden Punkte.

  1. Wichtige Dateien sichern. Kopieren Sie Dokumente, Fotos, Projekte und andere wichtige Daten auf ein externes Laufwerk, in die Cloud oder auf einen anderen PC.
  2. Kleine Systempartitionen nicht löschen. Partitionen mit Bezeichnungen wie EFI-Systempartition, Wiederherstellungspartition, System-reserviert oder OEM werden meist für Startvorgang, Wiederherstellung oder Herstellertools benötigt.
  3. BitLocker-Status prüfen. Wenn BitLocker aktiviert ist, speichern Sie den Wiederherstellungsschlüssel, bevor Sie Partitionen vergrößern oder verkleinern.
  4. Administratorrechte verwenden. Die meisten Partitionsvorgänge erfordern ein Administratorkonto.
  5. Laptops mit Strom verbinden. Verkleinern oder formatieren Sie Partitionen nicht bei niedrigem Akkustand.
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Warnung Das Löschen oder Formatieren einer Partition entfernt Daten von dieser Partition. Verkleinern und Erweitern sollen Daten erhalten, trotzdem sollten Sie vor Änderungen ein Backup haben.

Empfohlene Partitionsgrößen

Es gibt kein universell perfektes Layout. Die folgenden praktischen Empfehlungen funktionieren jedoch für die meisten Heim- und Büro-PCs gut.

Laufwerksgröße Empfohlene Partition C: Empfohlene Datenpartition Hinweise
256 GB 180-220 GB Restlicher Speicher Genügend Platz für Windows-Updates und installierte Programme lassen.
512 GB 200-300 GB Restlicher Speicher Komfortables Layout für Windows, Programme und persönliche Dateien.
1 TB oder größer 250-400 GB Restlicher Speicher Gut zur Trennung von Spielen, Medien, Archiven und Arbeitsdaten.

Datenträgerverwaltung in Windows 10 und Windows 11 öffnen

Der einfachste Weg zum Partitionieren ist die Datenträgerverwaltung, ein integriertes Windows-Werkzeug für Speichergeräte. Sie funktioniert in Windows 10 und Windows 11 nahezu identisch.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start oder drücken Sie Win + X.
  2. Wählen Sie im Menü Datenträgerverwaltung.
  3. Warten Sie, bis Windows die Datenträgerliste und die grafische Partitionsübersicht geladen hat.

Sie können das Tool auch über das Dialogfeld „Ausführen“ öffnen:

Ausführen-Befehldiskmgmt.msc
Tipp In der Windows-Suche kann dasselbe Tool als Festplattenpartitionen erstellen und formatieren erscheinen. Das ist der offizielle Suchtreffer für die Datenträgerverwaltung.

Vorhandenes Laufwerk in Windows in zwei Partitionen aufteilen

Wenn Ihr PC nur ein großes Laufwerk C: hat und Sie ein neues Laufwerk D: erstellen möchten, ist der übliche Ablauf: vorhandene Partition verkleinern und anschließend ein neues Volume aus dem nicht zugeordneten Speicher erstellen.

Schritt 1: vorhandene Partition verkleinern

  1. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung.
  2. Suchen Sie die Partition, die Sie aufteilen möchten, meist Windows (C:).
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Partition und wählen Sie Volume verkleinern.
  4. Warten Sie, während Windows prüft, wie viel Speicher verkleinert werden kann.
  5. Geben Sie im Feld Zu verkleinernder Speicherplatz in MB die Größe für die neue Partition ein.
  6. Klicken Sie auf Verkleinern.

Nach Abschluss des Vorgangs zeigt die Datenträgerverwaltung einen neuen schwarzen Bereich mit der Bezeichnung Nicht zugeordnet. Dieser Speicher ist noch nicht nutzbar. Sie müssen darauf ein neues Volume erstellen und es formatieren.

ℹ️
Größenumrechnung Die Datenträgerverwaltung fragt die Verkleinerungsgröße in Megabyte ab. Geben Sie zum Beispiel 102400 MB für etwa 100 GB, 204800 MB für etwa 200 GB oder 512000 MB für etwa 500 GB ein.

Schritt 2: neue Partition aus nicht zugeordnetem Speicher erstellen

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Bereich Nicht zugeordnet.
  2. Wählen Sie Neues einfaches Volume.
  3. Klicken Sie im Assistenten für neue einfache Volumes auf Weiter.
  4. Wählen Sie die Volumegröße. Um den gesamten nicht zugeordneten Speicher zu verwenden, lassen Sie den Standardwert stehen.
  5. Weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu, zum Beispiel D: oder E:.
  6. Wählen Sie NTFS für die meisten internen Windows-Laufwerke. Nutzen Sie exFAT nur, wenn breite Kompatibilität mit anderen Geräten nötig ist.
  7. Geben Sie eine Volumebezeichnung ein, etwa Daten, Spiele oder Backup.
  8. Lassen Sie Schnellformatierung durchführen aktiviert und klicken Sie auf Weiter.
  9. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Die neue Partition erscheint im Datei-Explorer unter Dieser PC mit dem gewählten Laufwerksbuchstaben.

Beste Option für die meisten Benutzer Für eine normale interne Windows-Partition wählen Sie NTFS, vergeben einen Laufwerksbuchstaben und verwenden die Schnellformatierung. Das ist die Standardkonfiguration für Windows-Datenpartitionen.

Neue Partition aus nicht zugeordnetem Speicher erstellen

Manchmal enthält ein Datenträger bereits nicht zugeordneten Speicher. Das kann nach dem Löschen einer Partition, dem Einbau eines neuen Laufwerks, dem Verkleinern eines Volumes oder nach der Migration von Windows von einem anderen Laufwerk passieren.

  1. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung.
  2. Suchen Sie den schwarzen Balken mit der Bezeichnung Nicht zugeordnet.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den nicht zugeordneten Speicher und wählen Sie Neues einfaches Volume.
  4. Folgen Sie dem Assistenten: Größe festlegen, Laufwerksbuchstaben zuweisen, Dateisystem wählen und Volume formatieren.
  5. Öffnen Sie Datei-Explorer → Dieser PC und prüfen Sie, ob das neue Laufwerk angezeigt wird.

NTFS, exFAT oder FAT32?

Das Dateisystem bestimmt, wie Windows Dateien auf der Partition speichert. Für die meisten internen Datenträger ist NTFS die richtige Wahl.

Dateisystem Am besten geeignet für Einschränkungen
NTFS Windows-Systemlaufwerke, interne HDDs, SSDs, große Dateien, Berechtigungen, Komprimierung, Verschlüsselung. Auf einigen Nicht-Windows-Systemen ohne Zusatztools nur eingeschränkte Schreibunterstützung.
exFAT Externe Laufwerke, USB-Sticks, große Dateien, Kompatibilität mit Windows und vielen anderen Geräten. Keine Windows-Berechtigungen und keine erweiterten NTFS-Funktionen.
FAT32 Ältere Geräte, Firmware-Tools, kleine USB-Laufwerke. Kann keine Einzeldateien größer als 4 GB speichern.

Neue HDD, SSD oder NVMe in Windows partitionieren

Wenn Sie ein neues internes Laufwerk einbauen, kann Windows es als Unbekannt und Nicht initialisiert anzeigen. Bevor Sie Partitionen erstellen, müssen Sie den Datenträger initialisieren.

  1. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung.
  2. Wenn das Fenster Datenträgerinitialisierung erscheint, wählen Sie den neuen Datenträger aus.
  3. Wählen Sie GPT für moderne PCs mit Windows 10 und Windows 11. Wählen Sie MBR nur für ältere BIOS-basierte Systeme oder besondere Kompatibilitätsanforderungen.
  4. Klicken Sie auf OK.
  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen Bereich Nicht zugeordnet und wählen Sie Neues einfaches Volume.
  6. Erstellen Sie je nach Speicherplan eine große Partition oder mehrere kleinere Partitionen.
  7. Formatieren Sie die Partition als NTFS und weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu.
⚠️
Nicht den falschen Datenträger initialisieren Wenn ein Datenträger wichtige Daten enthält, aber als Nicht initialisiert erscheint, brechen Sie ab und prüfen Sie das Laufwerk sorgfältig. Das Initialisieren oder Formatieren des falschen Datenträgers kann vorhandene Daten unzugänglich machen.

Eine Partition oder mehrere?

Für ein sekundäres Laufwerk, das nur für Dateien oder Spiele genutzt wird, ist eine große Partition oft am einfachsten. Mehrere Partitionen können sinnvoll sein, wenn Sie getrennte Bereiche für Backups, Medien, virtuelle Maschinen, Arbeitsprojekte oder Dual-Boot-Installationen benötigen.

Laufwerk mit DiskPart in Windows partitionieren

DiskPart ist ein leistungsfähiges Befehlszeilentool zum Verwalten von Datenträgern, Partitionen und Volumes. Es ist nützlich, wenn die Datenträgerverwaltung nicht verfügbar ist, wenn Sie in der Windows-Wiederherstellungsumgebung arbeiten oder wenn Sie besonders genaue Kontrolle benötigen.

⚠️
Vorsicht DiskPart führt exakt aus, was Sie eingeben. Wenn Sie den falschen Datenträger auswählen oder clean auf dem falschen Laufwerk verwenden, können Daten gelöscht werden. Prüfen Sie Datenträger- und Volume-Nummern immer, bevor Sie destruktive Befehle ausführen.

Neue Partition auf nicht zugeordnetem Speicher mit DiskPart erstellen

Verwenden Sie dieses Beispiel, wenn der Datenträger bereits nicht zugeordneten Speicher enthält und Sie eine neue NTFS-Partition erstellen möchten.

Eingabeaufforderung als Administratordiskpart
list disk
select disk 1
list partition
create partition primary size=102400
format fs=ntfs quick label="Data"
assign letter=D
exit

In diesem Beispiel erstellt size=102400 eine Partition von ungefähr 100 GB. Wenn Sie den Parameter size weglassen, verwendet DiskPart den gesamten verfügbaren nicht zugeordneten Speicher.

Volume mit DiskPart verkleinern

Um ein vorhandenes Volume zu verkleinern und freien Speicherplatz zu erstellen, verwenden Sie diesen Ablauf:

DiskPart-Beispiel zum Verkleinerndiskpart
list volume
select volume C
shrink desired=102400
exit

Der obige Befehl versucht, das ausgewählte Volume um etwa 100 GB zu verkleinern. Danach können Sie aus dem nicht zugeordneten Speicher über die Datenträgerverwaltung oder mit weiteren DiskPart-Befehlen eine neue Partition erstellen.

Laufwerk mit PowerShell partitionieren

PowerShell kann Datenträger ebenfalls initialisieren, Partitionen erstellen, Laufwerksbuchstaben zuweisen und Volumes formatieren. Diese Methode ist besonders für Administratoren und wiederholbare Setups geeignet.

Verfügbare Datenträger anzeigen

PowerShell als AdministratorGet-Disk

Neuen Datenträger initialisieren und eine NTFS-Partition erstellen

PowerShell-BeispielInitialize-Disk -Number 1 -PartitionStyle GPT
New-Partition -DiskNumber 1 -UseMaximumSize -DriveLetter D
Format-Volume -DriveLetter D -FileSystem NTFS -NewFileSystemLabel "Data" -Confirm:$false

Ersetzen Sie 1 durch die korrekte Datenträgernummer und D durch den gewünschten Laufwerksbuchstaben. Prüfen Sie die Datenträgernummer sorgfältig, bevor Sie die Befehle ausführen.

ℹ️
Administratorhinweis PowerShell eignet sich sehr gut für neue leere Datenträger, Testsysteme und skriptbasierte Bereitstellungen. Auf einem privaten PC mit wichtigen Daten ist die Datenträgerverwaltung meist sicherer, weil sie die Laufwerksstruktur grafisch darstellt.

Partition in Windows 10 und Windows 11 erweitern

Wenn eine Partition zu klein wird, können Sie sie unter Umständen erweitern. Die integrierte Datenträgerverwaltung kann ein Basisvolume nur dann erweitern, wenn direkt hinter dieser Partition auf demselben Datenträger geeigneter nicht zugeordneter Speicher vorhanden ist.

  1. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung.
  2. Suchen Sie die Partition, die Sie vergrößern möchten.
  3. Prüfen Sie, ob sich Nicht zugeordneter Speicher direkt rechts neben dieser Partition befindet.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Partition und wählen Sie Volume erweitern.
  5. Folgen Sie dem Assistenten zum Erweitern von Volumes und wählen Sie aus, wie viel Speicher hinzugefügt werden soll.
  6. Klicken Sie auf Fertig stellen.
⚠️
Warum „Volume erweitern“ ausgegraut sein kann Die Datenträgerverwaltung kann eine Partition meist nicht erweitern, wenn der nicht zugeordnete Speicher nicht direkt daneben liegt, sich auf einem anderen Basisdatenträger befindet oder die Zielpartition ein nicht unterstütztes Dateisystem verwendet.

Partition in Windows sicher löschen

Beim Löschen einer Partition wird sie in nicht zugeordneten Speicher umgewandelt. Das ist sinnvoll, wenn Sie das Laufwerkslayout neu aufbauen, eine nicht mehr benötigte Datenpartition entfernen oder Platz zum Erweitern eines anderen Volumes schaffen möchten.

  1. Verschieben oder sichern Sie alle Dateien von der Partition, die Sie löschen möchten.
  2. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Partition und wählen Sie Volume löschen.
  4. Lesen Sie die Warnung und bestätigen Sie nur, wenn Sie die richtige Partition löschen.
  5. Nutzen Sie den entstandenen nicht zugeordneten Speicher, um eine neue Partition zu erstellen oder eine benachbarte Partition zu erweitern.
Systempartitionen nicht löschen Löschen Sie EFI-, Wiederherstellungs-, System-reservierte, Microsoft-reservierte oder OEM-Partitionen nicht, außer Sie installieren Windows bewusst neu und verstehen das Startlayout vollständig.

MBR vs. GPT: welchen Partitionsstil sollten Sie wählen?

Beim Initialisieren eines neuen Datenträgers fragt Windows, ob MBR oder GPT verwendet werden soll. Für moderne PCs mit Windows 10 und Windows 11 ist GPT normalerweise die beste Wahl.

Merkmal MBR GPT
Am besten für Ältere BIOS-Systeme und Legacy-Kompatibilität. Moderne UEFI-Systeme, Windows 10, Windows 11 und große Laufwerke.
Unterstützung großer Laufwerke Eingeschränkt bei Laufwerken größer als 2 TB. Für sehr große Datenträger ausgelegt.
Partitionsflexibilität Begrenztes Layout für primäre Partitionen. Unterstützt viele Partitionen ohne dieselben Legacy-Einschränkungen.
Startmodus Typischerweise BIOS / Legacy Boot. Typischerweise UEFI Boot.
Empfehlung Wählen Sie GPT für neue SSDs, NVMe-Laufwerke und moderne PCs. Verwenden Sie MBR nur, wenn Sie ausdrücklich Kompatibilität mit älterer Hardware oder dem Legacy-Startmodus benötigen.

Häufige Probleme beim Partitionieren eines Laufwerks in Windows

„Volume verkleinern“ zeigt nur sehr wenig verfügbaren Speicher an

Windows kann eine Partition möglicherweise nicht über unbewegliche Dateien hinaus verkleinern, zum Beispiel Auslagerungsdatei, Ruhezustandsdatei, Wiederherstellungspunktdaten oder Systemmetadaten. Deaktivieren Sie vorübergehend den Ruhezustand, reduzieren Sie den Speicher für Wiederherstellungspunkte, führen Sie die Datenträgerbereinigung aus und starten Sie Windows neu.

Ruhezustand vorübergehend deaktivierenpowercfg /h off

Nach der Größenänderung können Sie den Ruhezustand wieder aktivieren:

Ruhezustand wieder aktivierenpowercfg /h on

„Volume erweitern“ ist ausgegraut

Das bedeutet meist, dass der nicht zugeordnete Speicher nicht direkt neben der Partition liegt, die Sie erweitern möchten. Die Datenträgerverwaltung kann Partitionen nicht verschieben. Möglicherweise müssen Sie die dazwischenliegende Partition löschen, das Layout nach einem Backup neu aufbauen oder spezialisierte Partitionssoftware verwenden.

Neue Partition erscheint nicht im Datei-Explorer

Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung und prüfen Sie, ob die Partition einen Laufwerksbuchstaben hat. Falls nicht, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Volume, wählen Sie Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern, klicken Sie auf Hinzufügen und vergeben Sie einen verfügbaren Buchstaben.

Datenträger wird als offline angezeigt

Klicken Sie links in der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf die Datenträgerbezeichnung und wählen Sie Online. Wenn der Datenträger erneut offline geht, prüfen Sie Kabel, USB-Adapter, Speichertreiber und den Zustand des Laufwerks.

Windows fordert zum Formatieren einer Partition mit Daten auf

Formatieren Sie die Partition nicht, wenn sie wichtige Dateien enthält. Eine Formatierung entfernt die Dateisystemstruktur. Prüfen Sie das Laufwerk zuerst an einem anderen PC, kontrollieren Sie den SMART-Status und erwägen Sie eine Datenrettung, bevor Sie Änderungen vornehmen.

FAQ: Laufwerke in Windows 10 und Windows 11 partitionieren

Kann ich das Laufwerk C: partitionieren, ohne Daten zu verlieren?

Ja, Sie können das Laufwerk C: in der Datenträgerverwaltung normalerweise verkleinern, ohne Dateien zu löschen. Jeder Partitionsvorgang birgt jedoch ein gewisses Risiko, daher sollten Sie wichtige Daten vorher sichern.

Sollte ich meine SSD in C: und D: aufteilen?

Das ist optional. Das Aufteilen einer SSD kann die Dateiorganisation verbessern und Windows-Neuinstallationen übersichtlicher machen, erhöht aber normalerweise nicht die Leistung. Viele Benutzer bevorzugen eine Systempartition und eine separate Datenpartition.

Wie viel Speicher sollte ich für Windows 10 oder Windows 11 lassen?

Für komfortable langfristige Nutzung sollten Sie mindestens 150-250 GB für die Windows-Partition einplanen, sofern die Datenträgergröße das zulässt. Große Programme, Spiele, virtuelle Maschinen und Entwicklerwerkzeuge können mehr Speicher benötigen.

Kann ich zwei Partitionen in der Datenträgerverwaltung zusammenführen?

Die Datenträgerverwaltung bietet keine direkte Schaltfläche „Zusammenführen“. In der Regel müssen Sie Daten sichern, eine Partition löschen und die benachbarte Partition in den nicht zugeordneten Speicher erweitern.

Warum kann ich das Laufwerk nicht so stark verkleinern, wie ich möchte?

Windows kann auf unbewegliche Dateien am Ende der Partition stoßen. Auslagerungsdatei, Ruhezustandsdaten, Wiederherstellungspunkte und Metadaten können die mögliche Verkleinerung begrenzen.

Ist GPT besser als MBR für Windows 11?

Ja, GPT ist der empfohlene Partitionsstil für moderne UEFI-basierte Windows-11-Systeme und große Laufwerke. MBR wird hauptsächlich für ältere Legacy-BIOS-Systeme verwendet.

Fazit: der sicherste Weg zum Partitionieren in Windows

Der einfachste und sicherste Weg, ein Laufwerk in Windows 10 und Windows 11 zu partitionieren, ist die Datenträgerverwaltung. Verkleinern Sie ein vorhandenes Volume, erstellen Sie aus dem nicht zugeordneten Speicher ein neues einfaches Volume, weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu und formatieren Sie es als NTFS. Bei neuen leeren Laufwerken initialisieren Sie den Datenträger als GPT und erstellen anschließend eine oder mehrere Partitionen.

Verwenden Sie DiskPart oder PowerShell nur, wenn Sie erweiterte Kontrolle oder Automatisierung benötigen. Prüfen Sie vor dem Löschen, Formatieren, Verkleinern oder Erweitern von Partitionen immer, ob Sie den richtigen Datenträger ausgewählt haben, und halten Sie ein aktuelles Backup wichtiger Dateien bereit.