Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie ein Standardkonto in ein Administratorkonto umwandeln — über die Einstellungen, die Systemsteuerung, die Computerverwaltung, die Eingabeaufforderung oder PowerShell.
Ein Administratorkonto in Windows besitzt erhöhte Berechtigungen. Damit kann der Benutzer Programme installieren, Systemeinstellungen ändern, andere Konten verwalten, Sicherheitseinstellungen anpassen und Abfragen der Benutzerkontensteuerung bestätigen. Ein Standardbenutzer kann installierte Apps verwenden und persönliche Dateien speichern, aber viele systemweite Änderungen nur mit Zustimmung eines Administrators durchführen.
| Kontotyp | Was der Benutzer tun kann | Empfohlen für |
|---|---|---|
| Standardbenutzer | Apps starten, im Internet surfen, persönliche Dateien speichern, eigene Einstellungen ändern | Alltägliche Nutzung, Gäste, gemeinsam verwendete PCs |
| Administrator | Programme installieren, Systemeinstellungen ändern, Benutzerkonten verwalten, UAC-Anfragen bestätigen | PC-Besitzer, vertrauenswürdige erfahrene Benutzer, Wartung |
| Microsoft-Konto | Kann lokal entweder Standardbenutzer oder Administrator sein | Synchronisierung, OneDrive, Microsoft Store, Kontowiederherstellung |
Diese Anleitung zeigt mehrere sichere Methoden, um einen Benutzer in Windows 10 oder Windows 11 zum Administrator zu machen. Wählen Sie die Methode, die zu Ihrer Windows-Version und Edition passt.
Um einen anderen Benutzer zum Administrator zu machen, müssen Sie bereits bei einem Konto mit Administratorrechten angemeldet sein. Windows verlangt diese Berechtigung, damit nicht jeder beliebige Standardbenutzer seine Rechte selbst erhöhen kann.
Die Einstellungen-App ist die einfachste Methode in Windows 11. Sie eignet sich für lokale Konten und Microsoft-Konten, die bereits auf dem Computer eingerichtet sind.
Nach der Änderung sollte sich der Benutzer abmelden und erneut anmelden. Dadurch stellt Windows sicher, dass die neuen Rechte vollständig übernommen werden.
In Windows 10 ist der Ablauf sehr ähnlich, nur die Bezeichnungen der Menüs unterscheiden sich leicht.
Wenn die Schaltfläche „Kontotyp ändern“ nicht verfügbar ist, sind Sie vermutlich nicht mit einem Administratorkonto angemeldet oder das Gerät wird durch eine Organisation verwaltet.
Die klassische Systemsteuerung funktioniert weiterhin in Windows 10 und Windows 11. Sie ist besonders nützlich, wenn Sie die ältere Oberfläche bevorzugen oder wenn bestimmte Optionen in der Einstellungen-App nicht wie erwartet angezeigt werden.
control ein und drücken Sie Enter.In Windows 10/11 Pro, Enterprise und Education können Sie lokale Benutzer direkt über die Computerverwaltung verwalten. Dabei wird der Benutzer der lokalen Gruppe Administratoren hinzugefügt.
Administratoren ein und klicken Sie auf Namen überprüfen.Wenn der Bereich „Lokale Benutzer und Gruppen“ fehlt, verwenden Sie wahrscheinlich Windows Home. Nutzen Sie in diesem Fall die Einstellungen, die Systemsteuerung oder die Befehlszeile.
Die Eingabeaufforderung ist schnell und eignet sich besonders für erfahrene Benutzer oder für Situationen, in denen die grafische Oberfläche nicht richtig funktioniert.
net localgroup Administrators "Benutzername" /add
Ersetzen Sie Benutzername durch den exakten Namen des lokalen Benutzerkontos.
Beispiel:
net localgroup Administrators "Max" /add
Administratoren. Wenn der englische Gruppenname nicht funktioniert, verwenden Sie diesen Befehl:
net localgroup Administratoren "Benutzername" /add
Um die vorhandenen lokalen Benutzer anzuzeigen, verwenden Sie:
net user
PowerShell bietet eine moderne Alternative zur Eingabeaufforderung. Die Methode ist präzise und gut für Administratoren geeignet, die häufig mit Skripten arbeiten.
Add-LocalGroupMember -Group "Administrators" -Member "Benutzername"
Wenn Windows den deutschen Gruppennamen erwartet, verwenden Sie:
Add-LocalGroupMember -Group "Administratoren" -Member "Benutzername"
Mit diesem Befehl können Sie prüfen, ob der Benutzer zur Administratorgruppe gehört:
Get-LocalGroupMember -Group "Administrators"
net user oder über die Windows-Einstellungen.
Ein Benutzer kann sich in Windows entweder mit einem lokalen Konto oder mit einem Microsoft-Konto anmelden. Beide Kontotypen können Administratorrechte erhalten. Entscheidend ist nicht, ob das Konto online oder lokal ist, sondern ob es auf diesem PC Mitglied der lokalen Administratorgruppe ist.
Wenn ein Konto als Familienmitglied hinzugefügt wurde, können zusätzlich Webfilter, Bildschirmzeitlimits oder App-Einschränkungen aktiv sein. Administratorrechte auf dem PC heben nicht automatisch alle Online-Familieneinstellungen auf.
Wenn ein Benutzer keine erhöhten Rechte mehr benötigt, sollten Sie ihn wieder auf ein Standardkonto umstellen. Das verringert das Risiko unbeabsichtigter Systemänderungen und verbessert die Sicherheit.
net localgroup Administrators "Benutzername" /delete
Auf deutschsprachigen Systemen kann auch dieser Befehl erforderlich sein:
net localgroup Administratoren "Benutzername" /delete
Meistens sind Sie nicht mit einem Administratorkonto angemeldet. Melden Sie sich mit einem bestehenden Administrator an und versuchen Sie es erneut. Auf Firmen- oder Schulgeräten kann außerdem eine Richtlinie die Änderung verhindern.
Prüfen Sie, ob das Konto wirklich auf diesem PC eingerichtet ist. Öffnen Sie eine administrative Eingabeaufforderung und führen Sie aus:
net user
Je nach Sprache der Windows-Installation kann die lokale Gruppe Administrators oder Administratoren heißen. Probieren Sie den passenden Gruppennamen für Ihr System.
Wenn kein Administratorkonto verfügbar ist, können Sie den Kontotyp nicht normal ändern. Je nach Situation benötigen Sie die Windows-Wiederherstellungsumgebung, ein anderes vorhandenes Administratorkonto, ein Zurücksetzen des PCs oder Hilfe des Organisationsadministrators.
Bei Arbeits-, Schul- oder Domänengeräten können lokale Änderungen durch Gruppenrichtlinien, Microsoft Intune oder andere Verwaltungswerkzeuge eingeschränkt sein. Wenden Sie sich in diesem Fall an den zuständigen Administrator.
Nur wenn Sie bereits über Administratorrechte verfügen oder die Zugangsdaten eines Administrators kennen. Ein Standardbenutzer kann sich aus Sicherheitsgründen nicht selbst ohne Genehmigung zum Administrator machen.
Nein. Ein Microsoft-Konto kann auf einem bestimmten PC Standardbenutzer oder Administrator sein. Der Kontotyp wird lokal in Windows festgelegt.
Für die meisten privaten PCs ist das üblich. Aus Sicherheitsgründen ist es jedoch besser, für alltägliche Arbeit ein Standardkonto zu nutzen und ein separates Administratorkonto nur für Wartung und Systemänderungen zu verwenden.
Öffnen Sie Einstellungen → Konten → Andere Benutzer und prüfen Sie den Kontotyp. Alternativ können Sie in der Eingabeaufforderung die Mitglieder der Administratorgruppe anzeigen lassen:
net localgroup Administrators
Ja, die Methoden über Einstellungen, Systemsteuerung, Eingabeaufforderung und PowerShell funktionieren in der Regel auch in Home-Editionen. Die Computerverwaltung mit „Lokale Benutzer und Gruppen“ ist dagegen normalerweise den Pro-, Enterprise- und Education-Editionen vorbehalten.
Verwenden Sie die Einstellungen für die einfachste grafische Methode, die Systemsteuerung für die klassische Oberfläche, die Computerverwaltung für lokale Gruppen oder Eingabeaufforderung / PowerShell für schnelle administrative Befehle. Behalten Sie immer mindestens ein Administratorkonto auf dem PC und vergeben Sie erhöhte Rechte nur an vertrauenswürdige Benutzer.