Sie benötigen den genauen Ordner, in dem ein Programm installiert ist? Diese Anleitung zeigt alle zuverlässigen Methoden, um die ausführbare Datei eines Programms zu finden, den vollständigen Pfad zu kopieren und Verknüpfungen nicht mit echten EXE-Dateien zu verwechseln.
Die meisten Windows-Anwendungen werden über eine ausführbare Datei mit der Erweiterung .exe gestartet. Diese Datei zu finden ist nützlich, wenn Sie eine Firewall-Regel erstellen, ein Programm zu Antivirus-Ausnahmen hinzufügen, eine Verknüpfung reparieren, die App als Administrator starten, die Echtheit einer Datei prüfen oder den Programmpfad manuell kopieren möchten.
Es gibt keinen einzigen universellen Speicherort für alle EXE-Dateien. Klassische Desktop-Programme werden häufig unter C:\Program Files oder C:\Program Files (x86) installiert, portable Programme können fast aus jedem Ordner gestartet werden, und Microsoft Store-Apps verwenden geschützte Systemverzeichnisse. Die schnellste Methode hängt davon ab, ob das Programm gerade läuft, im Startmenü angeheftet ist, als Verknüpfung verfügbar ist oder als Store-App installiert wurde.
.lnk und verweist nur auf die echte EXE-Datei. Um die tatsächliche ausführbare Datei zu finden, öffnen Sie die Eigenschaften der Verknüpfung und prüfen Sie das Feld Ziel.
Wenn das Programm eine Desktop-Verknüpfung besitzt, können Sie den Pfad zur ausführbaren Datei über deren Eigenschaften finden. Dies ist eine der zuverlässigsten Methoden für klassische Win32-Anwendungen.
Ein typischer Zielpfad sieht so aus:
Wenn nach dem schließenden Anführungszeichen zusätzlicher Text steht, handelt es sich meist um einen Befehlszeilenparameter. Eine Browser-Verknüpfung kann zum Beispiel Startparameter enthalten. Der EXE-Pfad ist der Teil innerhalb der Anführungszeichen.
Wenn die Anwendung gerade ausgeführt wird, ist der Task-Manager oft das beste Werkzeug, da er die ausführbare Datei hinter einem aktiven Prozess anzeigen kann.
Windows öffnet den Datei-Explorer in dem Ordner, der die von diesem laufenden Prozess verwendete ausführbare Datei enthält.
Einige Programme verwenden mehrere Prozesse. Um den genauen Namen der ausführbaren Datei zu sehen, klicken Sie im Task-Manager mit der rechten Maustaste auf die Spaltenüberschrift, aktivieren Sie Prozessname oder Befehlszeile und prüfen Sie, welche .exe-Datei gestartet wird.
C:\Windows, C:\Program Files oder Programmordnern, nur weil Sie sie im Task-Manager gefunden haben. Das manuelle Löschen ausführbarer Dateien kann Programme oder Windows-Komponenten beschädigen.
Wenn Sie den Programmnamen kennen, ihn aber weder über Start noch über den Task-Manager finden können, verwenden Sie die Suche im Datei-Explorer. Diese Methode ist hilfreich bei portablen Apps, älterer Software oder Programmen, die außerhalb der Standardordner installiert wurden.
Nützliche Suchbeispiele:
Für schnellere Ergebnisse suchen Sie zuerst in typischen Installationsordnern:
C:\Program FilesC:\Program Files (x86)C:\Users\IhrName\AppData\LocalC:\Users\IhrName\AppData\RoamingDie Windows-Einstellungen können helfen, eine App, ihren Herausgeber und manchmal zusätzliche Optionen zu identifizieren. Den direkten EXE-Pfad zeigen die Einstellungen jedoch nicht bei jedem Programm an.
Diese Methode ist für Microsoft Store-Apps und moderne Apps nützlicher als für klassische Desktop-Programme. Für einen direkten EXE-Pfad funktionieren Startmenü, Verknüpfungseigenschaften oder Task-Manager meist besser.
Befehlszeilentools sind praktisch, wenn Sie den exakten Pfad für Skripte, Fehlerbehebung oder Administration benötigen. Sie funktionieren am besten, wenn das Programm in der Systemumgebungsvariable PATH enthalten ist.
cmd ein und drücken Sie Enter.where chrome
Sie können auch die Dateierweiterung angeben:
where chrome.exe
Wenn Windows die ausführbare Datei über die PATH-Variable findet, wird ein vollständiger Pfad angezeigt, zum Beispiel:
Get-Command notepad.exe
Um nur den Pfad zur ausführbaren Datei anzuzeigen, führen Sie aus:
(Get-Command notepad.exe).Source
Bei Software, die nicht in PATH enthalten ist, liefert PowerShell möglicherweise kein Ergebnis. Verwenden Sie in diesem Fall die Startmenü-Suche, den Task-Manager oder die Suche im Datei-Explorer.
Microsoft Store-Apps unterscheiden sich von klassischen Desktop-Programmen. Viele von ihnen werden im geschützten Ordner WindowsApps installiert:
Dieser Ordner ist ausgeblendet, und der Zugriff ist selbst für Administratorkonten eingeschränkt. Es wird nicht empfohlen, Berechtigungen manuell zu ändern, da dadurch Store-Apps, Updates oder die Windows-App-Registrierung beschädigt werden können.
Wenn Sie eine Store-App starten oder referenzieren müssen, ist es normalerweise besser, den Startmenü-Eintrag, einen App-Ausführungsalias, ein URI-Protokoll oder den Paketnamen zu verwenden, statt Dateien im Ordner WindowsApps manuell zu bearbeiten.
Einige Store-Apps und Entwicklertools erstellen Befehlsaliase. So prüfen Sie diese:
Das passiert häufig bei Microsoft Store-Apps, Systemkomponenten, Webverknüpfungen oder speziellen App-Einträgen, die nicht auf eine normale Desktop-EXE verweisen. Probieren Sie den Task-Manager, wenn die App läuft, oder prüfen Sie die App-Einstellungen und den Installationstyp.
Möglicherweise sehen Sie den Startmenü-Verknüpfungsordner. Klicken Sie die Verknüpfung in diesem Ordner mit der rechten Maustaste an und wählen Sie erneut Dateispeicherort öffnen, oder öffnen Sie Eigenschaften und prüfen Sie das Feld Ziel.
Portable Programme registrieren sich nicht immer in Windows. Sie können sich in Downloads, Dokumente, Desktop, auf einem anderen Laufwerk oder in einem benutzerdefinierten Ordner befinden. Suchen Sie im Datei-Explorer nach *.exe oder nach dem Programmnamen.
Einige Apps installieren sich benutzerbezogen unter AppData\Local oder AppData\Roaming. Beispiele sind automatisch aktualisierende Apps, Messenger, Launcher und Dienstprogramme. Verwenden Sie %localappdata% und %appdata% im Ausführen-Dialog, um diese Ordner schnell zu öffnen.
Wenn Sie eine unbekannte EXE-Datei in einem temporären Ordner, im Downloads-Ordner oder an einem ungewöhnlichen Pfad gefunden haben, führen Sie sie nicht aus. Prüfen Sie die digitale Signatur, scannen Sie die Datei mit Windows-Sicherheit und vergewissern Sie sich, ob sie zu einer bekannten Anwendung gehört, bevor Sie sie durch die Firewall lassen oder zu Antivirus-Ausnahmen hinzufügen.
C:\Program Files\....C:\Program Files oder C:\Program Files (x86) installiert. Einige benutzerbezogene Anwendungen installieren sich unter C:\Users\IhrName\AppData\Local oder C:\Users\IhrName\AppData\Roaming.
C:\Program Files\WindowsApps zu bearbeiten. Dieser Ordner ist geschützt, weil er Microsoft Store-App-Pakete und systemverwaltete App-Dateien enthält.
Den Speicherort der EXE-Datei eines Programms in Windows zu finden ist einfach, sobald Sie die passende Methode wählen. Bei einer laufenden App ist der Task-Manager am schnellsten. Bei einem installierten Desktop-Programm liefern das Startmenü oder die Verknüpfungseigenschaften meist den genauen Pfad. Bei portablen oder schwer auffindbaren Tools helfen Datei-Explorer-Suche, Eingabeaufforderung und PowerShell.
Unterscheiden Sie immer zwischen einer Verknüpfung und der echten ausführbaren Datei, setzen Sie vollständige Pfade in Befehlen in Anführungszeichen und ändern Sie geschützte Ordner nur, wenn es unbedingt notwendig ist.